Samstag, 22. April 2017

Wenn ein Eishauch die Blüten im Garten streift ...



. . . dann sieht das so wie auf meinen Bildern aus ...

Noch am Freitag war alles in bester Ordnung. Ich jätete tüchtig und dachte nichts Böses  und spottete der Gefahr, die ich auf den Bildern auf Instagram sah .... 

Doch als ich heute den Garten zwecks Kräuterernte (für einen Kräuterquark) am späten Nachmittag betrat, packte mich der Schreck! Und das sieht nun so aus ... wenn ich damit auch bei uns gerechnet hätte, speziell, was den kleinen Sauerkirschbaum betrifft, wäre die Frostschutzberegnung zur Anwendung gekommen. Doch das liest sich vermutlich leichter, als es getan ist. ;-) Aber nun ist es eh zu spät - ich hoffe nur, daß sich der Schaden in Grenzen hält, denn so wie es aussieht, sind nur die Blütenblätter am äußeren Rand angefroren. Vielleicht habe ich ja Glück ...


Diese Bilder sind gerade auch in meiner Instagram-Story zu sehen . . .






Der Lavendelheide, die an der Terrasse ihren Platz hat, erging es nicht anders.
Die auch als Schattenglöckchen bekannte Pflanze, die schließlich am besten im Halbschatten oder Schatten gedeiht, treibt im Frühjahr rote Spitzen aus. Fast komplett sind diese nun verfroren. Was wird nun? Treibt sie neu? Es darf nur kein weiterer Frost auftreten ...


Auch anderes hat gelitten, sogar der Kaukasische Beinwell. So etwas war mir in meinem Garten noch nie passiert! Bisher gab es lediglich an den Rosen Frostschäden.

die schöne blaue Blüte des Beinwell wurde am 14.4. aufgenommen!


Meine Kräuter habe ich dann noch ins Haus geholt, zum Glück war ihnen nichts passiert. ;-) So konnte ich das geplante Abendessen bereiten.

Wenn es auch so aussieht - die Mahonie hat ihren Schaden bereits im Winter wegbekommen. Ich war nur noch nicht dazu gekommen, die häßlichen braunen Blätter zu entfernen. Aber vielleicht war das ja sogar ganz gut so. Bis Mai werde ich nun damit warten! An dieser Stelle des Terrassenhanges - zu Füßen des Flieders - haben sich die großblütigenVinca major recht üppig ausgebreitet und blühen wunderschön!


Genauso wie ihre großen windmühlenförmigen Blüten inzwischen auch die Baumscheibe der hohen Weide ganz vorzüglich schmücken. Genauso hatte ich mir das im Frühling vorgestellt! Frisch gejätet sieht es dann sogar ganz passabel aus, denn davor wucherte hier das "Unkraut" hinein, wuchsen Brennessel und Löwenzahn und manches andere Kraut, wie auch uuuunzählige Ahornsämlinge mitten dazwischen.


Nur einige Veilchen und auch die Staude, die sich dazwischen gemogelt hat (ist es eine Königskerze?) durften hier noch bleiben. Die Baumscheiben hacke ich etwas gründlicher aus, weil das Gras mit den vielen Gundermann sehr schnell wieder hineinwuchert. Diese Arbeit will ich so häufig nicht machen müssen und bis Pfingsten soll es "schön" oder besser: halbwegs ordentlich bleiben. ;-) :-)




An den Hortensien gibt es auch einige braune Blätter - wenn sich der Schaden auch noch in Grenzen hält. - In diesem Beet muß noch fleißig gejätet und ausgelichtet werden, denn hier wächst gerade die dritte Generation Tulpen im Halbkreis um das Beet herum heran, die schöne 'Angelique', in diesem Februar erst in den Boden gebracht.



Denn zuerst öffnen sich immer die Blüten der Tulpe 'Foxtrott', erst danach die der 'Spring Green' und in der dritten Generation also bald die der 'Angelique'.

Die 'Spring Green'-Tulpen werde ich jedoch nach Abblühen versetzen. Die Anordnung mit dem Lavendel, der sich sehr ausgebreitet hat, gefällt mir nun nicht mehr.




Pflanzen wie die Knoblauchsrauke, die sich endlich in meinem Garten an verschiedenen Stellen niedergelassen hat, scheinen dagegen überaus robust zu sein. Obwohl dieses Exemplar am noch recht offenen Zaun steht, wo der eisige Wind entlangfegen kann, hat ihr der Eishauch rein gar nicht geschadet.
Interessante Pflanzengesellschaft mit der rotlaubigen Lambertshaselnuss und dem Kaukasischen Beinwell. ;-) Dieser Ansicht waren auch Passanten vor kurzem, die über die Pflanzenvielfalt in unserem Garten staunten. :-)





Kleine Anmerkung am Rande - ich weiß, es gibt Blogger, die niemals "hässliche" Bilder zeigen würden, doch das gehört unweigerlich zu einem Gartenblog, denn ein Garten besteht nicht aussschließlich aus schönen Momenten! Genauso wie das Leben als solches! Und auch diese Bilder dürfen gezeigt und gesehen werden, hier, wie auf Instagram oder anderen Plattformen.
Denn ein stets "schöner" gepflegter Garten ist zwar ein Traum, aber keine Realität! Dann sollte man sich einen "Stein-" oder Kiesgarten anlegen (wie es jüngst Nachbarn getan haben). Doch selbst das macht auch Arbeit, denn in die kleinsten Steinritzen fällt so manches Samenkorn und dann rutscht man auf spitzen, hakeligen Steinen herum. ;-) ;-) Da ist mir mein Jäten lieber!